Geschichte Dalarnas


Erstmals erwähnt wird Dalarna 1177 in der Sverresaga, wo die Provinz Järnbäraland („Eisen tragendes Land“) genannt wird, ein Hinweis auf die frühen Bergbauaktivitäten. Dalarna wird als heidnisches Land beschrieben, das dem König der Svear untertan war.

 

Im 15. und 16. Jahrhundert war Dalarna die Hochburg des antidänischen Nationalbewußtseins in Schweden. Von hier aus breitete sich der gegen die Union mit Dänemark gerichtete Engelbrekt-Aufstand bis 1436 über ganz Schweden aus. Reichsverweser Karl Knutsson Bonde ließ Engelbrekt zwar ermorden, aber auch er stützte sich in den innerschwedischen Machtkämpfen und Auseinandersetzungen mit Dänemark auf die „Dalekarle“ aus Dalarna. Während der Dänisch-Schwedischen Kriege von 1468/69, 1470/71 und 1497–1500 bildeten die freien Bauerkrieger aus Dalarna das Rückgrat der Heere der Reichsverweser Sten Sture und Svante Sture, und zu Beginn des Schwedischen Befreiungskrieges (1520–1523) flüchtete Gustav I. Wasa vor den Dänen nach Dalarna, wo er die traditionell aufrührerische Bevölkerung zum Kampf gegen die Fremdherrschaft überreden konnte. Mit den Kämpfern aus Dalarna gelang ihm schließlich die Vertreibung der Dänen, und er wurde zum schwedischen König gewählt. Zum Andenken an eine Episode dieser Geschehnisse findet heute jährlich der Wasalauf statt. Zwischen 1524 und 1534 erhoben sich die traditionell rebellischen „Dalekarlier“ in mehreren Aufständen allerdings auch gegen Gustav I. Wasa. Noch einmal, 1743, erhoben sie sich gegen die Landbesitzer und die in Stockholm herrschenden Adelsfraktionen, doch 1788–1790 unterstützten sie König Gustav III. im Kampf gegen Russen, Dänen und die Intrigen des Adels.